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Michael Naef – Apnoetauchen

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Geschichte

Vielleicht die älteste Art sich im Wasser zu bewegen und sicher die urtümlichste Art sich unter Wasser zu begeben. In Japan tauchen die Ama seit über Tausend Jahren ohne Atemgeräte nach Essen vom Meeresgrund, Schwämmen und Perlen.

Im Sommer 1913 verlor die "La Regina Margherita", ein Schiff der Italienischen Marine, vor Karpathos ihren Anker. Der griechische Schwammtaucher Chatzistathis barg den Anker in über 80 Metern Tiefe in dem er sich mit angehaltenem Atem von Gewichten herunter ziehen liess und schliesslich ein Seil am Anker befestigte. Es sollten 50 Jahre vergehen, bis wieder ein Mensch in diese Tiefe vordrang.

Als Sportart ist Apnoetauchen vergleichsweise jung. Seit den fünfziger Jahren in der Entwicklung, immer noch in den letzten Wehen der Konsolidierung was den Wettkampf und die Organisation anbelangt. Viele haben aber inzwischen als "Schnorchler" in den Ferien die Unterwasserwelt und das Freitauchen beschnuppert. In den letzten Jahren wurde Apnoetauchen vorallem durch den Film "Le grand Blue" und reisserischen Medienberichten über spektakuläre Rekorde und Unfälle bekannt.

Ist Apnoetauchen gefährlich?

Freitauchen ist weit weniger gefährlich als von den Medien immer wieder suggeriert. Es ist wie bei den Autounfällen: Je spektakulärer, desto grösser die Buchstaben und desto länger die Sendezeit. Beim Autofahren wissen die meisten, dass das Risko mit Nichten so hoch ist, wie es die Bilder und Berichte erwarten liessen. Beim Freitauchen weiss das keiner - wie auch - es kennt sich ja niemand damit aus. Wenn man den Grundsatz beachtet, nie alleine zu tauchen und seine Grenzen respektiert ist Apnoetauchen nicht gefährlicher als andere Sportarten.

Ausrüstung

Zum Apnoetauchen benötigt man grundsätzlich gar keine Ausrüstung; Nicht einmal eine Badehose. Etwas angenehmer und interessanter wird es mit einer Taucherbrille. Freitaucher benutzen vor allem zum Tieftauchen eine Maske mit geringen Innenvolumen. Um effizienter vorwärts zu kommen werden Flossen verwendet. Günstige Tauchflossen aus dem Sportgeschäft, etwas mehr Training erfordernde lange Apnoeflossen oder eine spezielle Monoflosse. Gegen die Kälte, vor allem in den kalten Seen der Schweiz (ab 20 Meter Tiefe wird es nicht nur dunkel sondern auch wirklich kalt...), schützt sich der Freitaucher mit einen Neoprenanzug. Im Gegesantz zu den Anzügen der Pressluft-Taucher sind die Anzüge der meisten Apnoetaucher jedoch aussen und innen glatt. Das reduziert den Wasserwiderstand und erhöht die Isolation. Mit etwas Blei wird der zusätzliche Auftrieb durch den Anzug austariert. Zum Streckentauchen kommt häufig ein sogenanntes Halsblei zum Einsatz. Das ist ein mit Bleischrott gefüllter Schlauch, der dafür sorgt, dass der Taucher in ca 1.5 Metern Tiefe ohne Kraftaufwand schwebt. Damit der Taucher beim statischen Tauchen ohne Maske sich nicht die Nase zuhalten muss, kommt schliesslich häufig eine Nasenklammer zum Einsatz.

© 2019 Michael Naef
File last modified: Monday, 28-Feb-2011
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